An Venus.

Ich weiß, o Göttin, daß dein Sohn
Von deinem Schooße dir entflohn,
Daß er vor dir sich hat versteckt,
Und daß du den, der ihn entdeckt,
Belohnen willst mit süßem Kuß; –
O, schöne Göttin, sieh‘, ich muß
Verräther seyn, – gib mir den Lohn:
In meinem Herzen ist dein Sohn!

An Uz.

Laß, o Geliebter meiner Seele,
Dich nieder! Wie so lieblich schwatzet
Hier diese Quelle, laß dich nieder!
So schwatzte meines Tejers Quelle,
Wenn er im Schatten ihres Baumes
Der Blätter Rauschen und dem Lispel
Des Westwinds horchte. Laß dich nieder!
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